Dr. med. Dr. med. dent. Jens Rabbels
Oberarzt
Koordinator des Kopf-Hals-Tumorzentrums
Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
jens.rabbels@vinzenz.de
0711 6489-0
Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37, 70199 Stuttgart
0711 6489-4444
Zentrale Notfallnummer für Haus-
ärzte, Fachärzte, Rettungsdienste
0711 6489-7777
Bei akuten Notfällen erreichen Sie das Shuntteam rund um die Uhr (24 Stunden).
112
Bitte rufen Sie in einer Notfallsituation diese Nummer an. Der Anruf ist von jedem Telefon aus kostenlos.
Hier erhalten eingelieferte Schwerverletzte und akut Erkrankte eine Erstdiagnose, damit die Behandlung schnellstmöglich eingeleitet werden kann. Für die Erstdiagnose steht u.a. ein Schockraum zur Verfügung sowie eine „Chest Pain Unit“ zur Überwachung von Patienten mit unklaren Brustschmerzen.



Zentrale Anlaufstelle, wenn Arztpraxen geschlossen haben. Bitte kommen Sie ohne telefonische Anmeldung!
Allgemein/Innere und Chirurgie/Orthopädie
Montag bis Freitag 19.00–24.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 7.00–24.00 Uhr
Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 37
70199 Stuttgart
Gebührenpflichtig
Kostenlos
Unsere Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie gehört zum Zentrum Plastische Chirurgie am Marienhospital. Stimmt Ihre Zahnstellung oder die Kieferform nicht? Oder passen Ober- und Unterkiefer bei Ihnen nicht richtig aufeinander (Kieferfehlstellungen)? Dann sind wir der richtige Ansprechpartner für Sie. Verletzungen nach einem Unfall im Kopf- und Gesichtsbereich gehören ebenfalls zu unserem Behandlungsspektrum. Wir entfernen außerdem Mund-, Kiefer- und Gesichtstumoren, versorgen Kinder und Erwachsene mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und implantieren Zähne.
Wir nutzen moderne Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten und können so optimale Behandlungsergebnisse erzielen. Die digitale Volumentomografie, ein Röntgenverfahren, das millimetergenaue dreidimensionale Abbildungen im Bereich des Gesichtsschädels erlaubt, ist beispielsweise ein wichtiges Instrument für die Implantatplanung, Frakturdiagnostik, Kieferhöhlenbeurteilung und Weisheitszahnentfernung.
Um Sie als Patient bestmöglich zu versorgen, arbeiten wir eng mit verschiedenen Fachabteilungen unseres Hauses zusammen. Kinder mit Fehlbildungen im Gesichtsbereich behandeln wir gemeinsam mit der Klinik für Kinderheilkunde und Jugendmedizin der Alb Fils Kliniken in Göppingen. Müssen Zähne implantiert werden, kooperieren wir eng mit anderen radiologischen Instituten und speziell dafür ausgebildeten zahnärztlichen Praxen.
Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist eine häufige Schlafstörung, bei der es während des Schlafs wiederholt zu einer Verengung oder einem Verschluss der oberen Atemwege kommt. Die Folge sind Atemaussetzer, die den Schlaf immer wieder unterbrechen. Betroffene leiden häufig unter lautem Schnarchen, ausgeprägter Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen oder morgendlichen Kopfschmerzen. Unbehandelt kann ein Schlafapnoe-Syndrom das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen erhöhen.
Die Standardbehandlung des obstruktiven Schlafapnoesyndroms ist die nächtliche Überdruckbeatmung (CPAP-Therapie). Nicht alle Patientinnen und Patienten können diese Behandlung jedoch dauerhaft anwenden oder profitieren ausreichend davon.
Eine operative Behandlung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die Ursache der Atemwegsverengung in einer ungünstigen Lage des Ober- und Unterkiefers liegt. In diesen Fällen kann durch eine Verlagerung der Kiefer nach vorn der Platz im Rachenraum deutlich erweitert und die Atmung im Schlaf verbessert werden.
Bei einer sogenannten „Bimaxillären Umstellungsosteotomie“ werden Ober- und Unterkiefer chirurgisch nach vorn verlagert. Durch diese Vorverlagerung werden auch die Weichteile des Rachens, die Zunge und die daran ansetzende Muskulatur nach vorn bewegt. Dadurch vergrößert sich der Atemweg hinter Zunge und Gaumensegel, sodass dieser im Schlaf weniger leicht zusammenfällt.
Der Eingriff erfolgt vollständig über Schnitte innerhalb der Mundhöhle. Sichtbare Narben im Gesichtsbereich entstehen daher in der Regel nicht. Die Kiefer werden nach der Verlagerung mit kleinen Titanplatten und -schrauben stabil fixiert.
Vor einer Operation erfolgt eine ausführliche Diagnostik. Dazu gehören die Untersuchung in einem Schlaflabor, eine klinische Untersuchung sowie eine dreidimensionale Bildgebung und eine genaue Analyse der Kiefer- und Gesichtsverhältnisse. Häufig arbeiten wir dabei eng mit Fachärztinnen und Fachärzten der Schlafmedizin, HNO-Heilkunde, Pneumologie sowie der Kieferorthopädie zusammen.
Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und erfordert einen stationären Krankenhausaufenthalt. Nach dem Eingriff sind Schwellungen und vorübergehende Einschränkungen beim Kauen normal und bilden sich im Verlauf der Heilung zurück.
Die Vorverlagerung von Ober- und Unterkiefer zählt zu den wirksamsten operativen Verfahren zur Behandlung des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms. Bei sorgfältig ausgewählten Patientinnen und Patienten kann die Zahl der nächtlichen Atemaussetzer deutlich reduziert werden. Viele Betroffene berichten zudem über eine verbesserte Schlafqualität, weniger Tagesmüdigkeit und eine insgesamt höhere Lebensqualität. In vielen Fällen kann die Notwendigkeit einer CPAP-Therapie reduziert oder ganz vermieden werden.
Der individuelle Behandlungserfolg hängt unter anderem von der Ursache und Ausprägung der Schlafapnoe sowie von den anatomischen Voraussetzungen ab.
Wie jeder operative Eingriff ist auch eine Umstellungsosteotomie mit allgemeinen Operationsrisiken verbunden. Hierzu gehören Blutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen sowie Schwellungen. Vorübergehende oder in seltenen Fällen auch bleibende Gefühlsstörungen im Bereich der Unterlippe, des Kinns oder der Oberlippe können auftreten. Über alle individuellen Risiken und den Behandlungsablauf werden Sie im persönlichen Aufklärungsgespräch ausführlich informiert.
Die Entscheidung für eine operative Behandlung erfolgt immer individuell und auf Grundlage einer umfassenden Diagnostik. Unser erfahrenes Team begleitet Sie von der ersten Beratung über die Operationsplanung bis zur Nachsorge und arbeitet dabei eng mit den beteiligten Fachdisziplinen zusammen. Gemeinsam entwickeln wir ein auf Ihre persönliche Situation abgestimmtes Behandlungskonzept.

Viele Menschen schnarchen – doch hinter den nächtlichen Geräuschen steckt oft mehr als nur eine störende Angewohnheit. Denn Schnarchen birgt ein großes Risiko ernsthafter Folgeerkrankungen. Schlafmediziner Dr. Joachim Glockner und und Kieferchirurg Dr. Dr. Thomas Seier vom Marienhospital Stuttgart stellen erfolgreich therapierte Patienten vor und erklären dabei, wann beim Schnarchen eine ernstzunehmende Schlafstörung dahintersteckt und welche Therapien Abhilfe schaffen können. Studiogast im Experteninterview bei Doc Fischer ist Privatdozent Dr. Dr. Thomas Fillies, Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Hauses.
(März 2026; verfügbar bis 17.3.2028; ab Minute 16:47 bis Minute 36:47)

Sie sind am Fachgebiet Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie interessiert und möchten sich in unserer Klinik bewerben? Hierfür steht Ihnen unser Online-Stellenportal zur Verfügung (aus datenschutzrechtlichen Gründen bitten wir Sie, keine Bewerbungsunterlagen direkt per E-Mail oder Post an die Fachklinik zu senden). Weitere Informationen rund um den ärztlichen Dienst finden Sie unter Karriere.
Wir bieten auch Hospitationen, Famulaturen oder Praktika für die Anerkennung ausländischer Ärzte in unserer Fachklinik an. Über die folgende Ausschreibung können Sie sich bewerben.