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Liebscher und Bracht-Therapie gegen Schmerzen

Kombination von passiver und aktiver Behandlung

Die Liebscher und Bracht-Therapie ist seit etwa zehn Jahren sehr beliebt, denn sie kann Schmerzen lindern oder sogar ganz verschwinden lassen. Die alleskönnende Wunderbehandlung, als die sie mitunter dargestellt wird, ist sie aber nicht, betont Physiotherapeutin Jessica Lamming.

Stark nachgefragt: die Schmerzbehandlung nach Liebscher und Bracht

Die Physiotherapeutin Jessica Lamming (rechts) arbeitet im activum, der Abteilung für ambulante Physiotherapie des Marienhospitals Stuttgart. Dort bietet sie Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht an.

Stark nachgefragte Behandlungsmethode

Manche Aussagen zur Liebscher und Bracht-Therapie klingen arg nach Wunderheilung. „Nahezu jeden Schmerzzustand reduzieren wir innerhalb einer halben Stunde um 70 bis 100 Prozent“ heißt es auf einer Infoseite im Internet. Die Physiotherapeutin Jessica Lamming arbeitet im activum, der Abteilung für ambulante Physiotherapie des Marienhospitals. Dort bietet sie Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht an. „Die Methode ist stark nachgefragt, denn sie lindert Schmerzen oft wirklich schon bei der ersten Behandlung. Wer aber meint, dass alle Schmerzen nach einer halben Stunde Therapie auf Dauer verschwinden, wird enttäuscht werden“, sagt sie. Ein wenig Geduld und Eigeninitiative seien auch bei Liebscher und Bracht erforderlich.

Mechanischer Druck und Dehnübungen: letztere auch zum Selberüben

In den ersten 30 Minuten der einstündigen Behandlungseinheit übt die Therapeutin Druck auf Schmerzpunkte aus, und die Patientin ist passiv.
In den zweiten 30 Minuten erlernt die Patientin Übungen für daheim.

Von deutschem Paar entwickelt

Erfunden hat das Verfahren das deutsche Ehepaar Roland Liebscher und Petra Bracht. Petra Bracht ist Ärztin, ihr Mann Ingenieur. Die Methode basiert auf mechanischem Druck, den der Therapeut auf bestimmte „Schmerzpunkte“ ausübt und Dehnübungen, die der Patient dreimal wöchentlich selbstständig durchführen soll.
    Jede Behandlungseinheit dauert eine Stunde. „In den ersten 30 Minuten drückt der Therapeut mit dem Daumen kräftig auf einen oder mehrere von 72 Schmerzpunkten, die über den ganzen Körper verteilt sind,“ so Jessica Lamming. Dabei handelt es sich um Übergänge zwischen Knochen und Sehnen, die viele freie Nervenenden enthalten. Deren Stimulierung führt zur muskulären Entspannung und die wiederum zur Schmerzlinderung. Die Methode hilft laut ihren Erfindern gegen Schmerzen, die von Muskelverspannungen oder Arthrosen (Gelenkverschleiß) herrühren, nicht aber gegen Tumor- oder Verletzungsschmerzen.
    Zur Liebscher und Bracht-Methode gibt es noch keine großen Studien, die ihre Wirksamkeit zweifelsfrei belegen. Daher übernehmen die Krankenkassen die Behandlungskosten von 90 Euro pro Stunde noch nicht. „Oft reichen aber schon ein bis zwei Behandlungseinheiten zur Schmerzreduktion, und danach kann der Patient selbst üben, um schmerzfrei zu bleiben“, so Jessica Lamming.

Kurse ab November 2017

Die Therapeutin bietet auch Kurse an (siehe rechte Randspalte), die sich an Liebscher und Bracht anlehnen und in denen die Patienten die speziellen schmerzlindernden Dehnübungen erlernen können; davon profitieren können auch Patienten, die keine Liebscher und Bracht-Behandlung absolviert haben.

Information

Kurse „Fit mit Faszientraining“

Kurse, der sich an Liebscher und Bracht anlehnen und in denen die Patienten spezielle schmerzlindernde Dehnübungen erlernen können.

  • Leitung: Jessica Lamming, Physiotherapeutin und LBN-Schmerztherapeutin
  • Termin (2 Kurse): montags, 6.11.2017
  • Dauer: 8 x 45 Minuten
  • Uhrzeit: 18.00–18.45 Uhr/19.00.–19.45 Uhr
  • Ort: Gymnastikraum Physiotherapie,
    Gebäude St. Paul, Ebene PO
  • Kursgebühr: 100 Euro
  • Anmeldung: Telefon 0711 6489-2598 oder per E-Mail an physiotherapie@vinzenz.de

Kontakt

activum – ambulante Physio- und Ergotherapie

Marienhospital Stuttgart
Böheimstraße 46
70199 Stuttgart
Anmeldung
Telefon: 0711 6489-2598
Telefax: 0711 6489-2589
physiotherapie@vinzenz.de

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag 7.30–18.00 Uhr
Freitag 7.30–15.30 Uhr

Faltblatt: activum – Zentrum für ambulante Physio- und Ergotherapie

Alle wichtigen Informationen zur ambulanten Physio- und Ergotherapie am Marienhospital können Sie hier einsehen (PDF-Datei, 217 KB).

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